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Über digiethics.org

Digitale Medien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken und haben die Art und Weise, wie wir (weltweit) kommunizieren, uns informieren, reisen oder konsumieren mehr oder weniger radikal verändert. Auf die Errungenschaften und offensichtlichen Vorteile dieser Möglichkeiten möchte niemand ernsthaft mehr verzichten.

Gleichzeitig stellt die fortschreitende Digitalisierung unsere Gesellschaft vor völlig neue Herausforderungen: Inwieweit beeinflussen etwa Algorithmen, deren Funktionsweise landläufig nur unzureichend verstanden wird und die keiner demokratischen Kontrolle unterliegen, bereits jetzt unsere Meinungsbildung? Inwiefern sind öffentliche Blockchains wie Bitcoin mit einem massiven Energieverbrauch, vergleichbar mit dem ganzer Staaten, angesichts des Klimawandels ethisch zu rechtfertigen? Und dürfen wir künstlichen Intelligenzen – ganz gleich ob im Kontext von autonomen Fahrzeugen oder von Drohnen im Kriegseinsatz – jemals eine Entscheidungskompetenz über Leben und Tod zubilligen?

Diese – zwar durchaus plakativen, aber nicht weniger relevanten – Fragestellungen zeigen, dass der Einsatz von Digitalisierung nicht bloß rein technokratischen Kriterien der Machbarkeit unterliegen darf. Vielmehr sollten Autonomie und Mündigkeit des Menschen beim Einsatz digitaler Medien stets mitbedacht werden, damit Digitalisierung dem Menschen dient und nicht umgekehrt.

Brauchen wir also eine Ethik der Digitalisierung? Dieser Fragestellung möchte sich diese Seite in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen und anhand vielfältiger Beispiele und Zugänge widmen. Sie möchte sowohl für das Thema sensibilisieren als auch zur Diskussion in diesem wichtigen Themenfeld beitragen.

Haben Sie selbst Fragen, Anregungen oder Wünsche zum Thema? Dann schicken Sie gerne eine E-Mail an mail@digiethics.org.

Autor

Martin Rademacher ist studierter Theologe, ehemaliger selbstständiger Webentwickler und IT-Berater und im Hauptberuf als Projektleiter im „Hochschulforum Digitalisierung“ tätig, einem aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanzierten Think Tanks, der die Digitalisierung der Hochschullehre in Deutschland vorantreibt. Neben seinem Interesse an Digitalisierung, Ethik und Bildungspolitik sind ihm sowohl Musik als auch guter Kaffee sehr wichtig.

Hinweis

Die hier geäußerten Ansichten und Positionen sind Privatmeinungen des Autors und entsprechen nicht zwangsläufig der Position seines Arbeitgebers.